simply Cello... ist:

Johannes Friedrich

Am Anfang war das Cello...

 

Seit meinem 6. Lebensjahr hat mich das Cello fasziniert – mit 8 Jahren durfte ich endlich anfangen.

 

Aktiv habe ich bis zum 23. Lebensjahr tagtäglich mit meinem Cello gelebt und seinen Klang förmlich inhaliert.

Zu dieser Zeit gab es eigentlich nur ein Einsatzgebiet: Die klassische Musik. Hier fühlte ich mich zu Hause, weil man Cello halt so spielte und ich mich noch nicht durch YouTube und Co inspirieren lassen konnte.

 

Ich nahm regelmässig an  Wettbewerben von „Jugend musiziert“ teil und wollte nur eins – Berufsmusiker werden!

 

Nach einigen Jahren im Studium merkte ich jedoch, dass es schon lange nicht mehr nur um die Musik ging, sondern darum, besser zu sein als die Konkurrenz. Es hieß nur noch: Zeige mir deinen Professor und ich sage dir, wer du bist! Willkommen im Berufsleben...

 

Mut zur Veränderung

Aus diesem Rad von Leistungsdruck, dem Ehrgeiz egozentrischer Studienkollegen und Lampenfieber wollte ich einfach ausbrechen, dementgegen stand aber immer meine Gabe und mein Talent für dieses Instrument, was es mir umso schwerer machte.

 

Ich realisierte sehr bald: Cello spielen war für mich zur Gewohnheit geworden und so selbstverständlich, wie Zähne putzen. Eine gewisse Routine ist allerdings gut und auch erforderlich! Der Druck wurde jedoch zu groß für mich und begann, mich aufzufressen. Aus diesem Grunde beendete ich hier meine aktive Cello-Karriere, was kein leichter aber dennoch ein nötiger Schritt für mich war.

 

Ich konzentrierte mich voll und ganz auf die Musikproduktion im Bereich Pop und Dance, aber auch auf Dinge, die nichts mit Musik zu tun hatten. Das Cello stand seit dieser Zeit mehr oder weniger im Keller und wartete auf seinen Einsatz.

 

Zurück zu den Wurzeln

 

Seit Ende 2017, also etwa 25 Jahre später war es dann plötzlich wieder so weit: Das Cello trat aus seinem Schattendasein und ist erneut ein fester Bestandteil in meinem Leben geworden. Es ist ein bisschen wie mit dem Radfahren – man verlernt es nie und die Kondition muss man erarbeiten und erhalten.

Heute gehe ich allerdings zumeist andere musikalische Wege und mache das, wo ich wirklich Lust zu habe. Daraus ist simply Cello... entstanden.